Ich muss jetzt einmal ein Geständnis machen: ich wollte immer in ein altes Haus einziehen. Eines, mit seiner eigenen Geschichte, mit knarrenden Böden und verwachsenem Mauerwerk. Eines, das selbst so manche wundersame Dinge erlebt hat und davon berichten könnte.

Aber dann habe ich mich in ein recht neu gebautes Haus verliebt. Lange Rede, kurzer Sinn, wir wohnen in einem schnuckeligen, neuen Haus. Ohne lange Geschichte, ohne mystische, verstaubte Kellergewölbe oder knarrenden Dachboden. Nein, wir wohnen in einem recht ruhigen, beschaulichem Haus mit Garten (wo zumindest eine Wand stark bewachsen ist ;))

Allerdings…

Allerdings… gibt es da ein Hausgespenst, das manchmal mit den Türen schmeißt und laut über den Boden rollt (der erstaunlicherweise unter seinem Gewicht – haben Geister eigentlich ein eigenes Gewicht? – knarrt) oder mal etwas runterwirft.
Aber Kunibert – ich weiß nicht, ob das Gespenst so heißt, aber ich nehme an, es hat einen alten Namen – ist nicht böse. Nein, Kunibert ist eigentlich ganz nett.

Er hat mich zumindest einmal aufgeweckt, als mein Wecker nicht funktionieren wollte und manchmal erinnert er mich dezent an Dinge, die ich sonst vergessen hätte (etwa, wenn er mir das Packerl Reis vor die Füße wirft und ich beim Aufheben bemerke, dass ich ja Nudeln kaufen wollte oder wo ich das Geschenk für meine Oma noch mal vor den Kindern versteckt habe, usw.)

 

Naschkatze

Und ich glaube, Kunibert mag mich einfach. Weil ich gerne backe und das Haus dann so schön süß riecht. Vielleicht nascht er ja auch heimlich, jedenfalls sind die Weihnachtskekse die letzten Jahre schneller aufgefuttert worden, als davor.

Weil Halloween ja dem keltischen Samhain gleicht, und man somit den Verstorbenen gedenkt, wollte ich Kunibert eine Freude machen. Deswegen haben die Kinder und ich Halloween Muffins gebacken. Schön gruselig und schön süß. Einen davon haben wir Kunibert hingestellt, um ihm in der Zeit, wo die Schleier dünner werden, etwas leckeres anbieten können.

Ob und wann er den Muffin isst? Wir werden sehen. Hier einmal für Dich das Rezept zum Nachbacken:

Schoko-Rum Muffins mit Schokoganache (die Grabstein Muffins)

Für 15 Stk:
* 75g Schokolade (fein gehackt)
* 2 Eier
* 55g Staubzucker
* 10g Stärke
* 75g weiche Butter
* 1 Pckg. Vanillezucker
* 30g Kristallzucker
* 60g Walnüsse gehackt
* 45g Mehl
* 1/2 TL Backpulver
* Prise Salz
* Rum (2-4 EL)

Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eier trennen und Eiweiß steif schlagen, danach Staubzucker und Stärke einarbeiten.
Butter, Zucker, Salz mischen. Dotter dazu geben und vermengen, danach Schokolade, Walnüsse und Mehl beifügen, alles gut vermischen. Den Eischnee mit einer Teigkarte einarbeiten.
In Förmchen füllen und 30 Minuten backen.

Für die Ganache 50ml Schlag erwärmen und mit 100g dunkler Schokolade vermengen, bis diese geschmolzen ist. Abkühlen lassen und auf die Muffins streichen.

Das Hausgespenst als Muse

Übrigens: Kunibert hat mich schon zu manchen Szenen in meinen Geschichten inspiriert, denn mit ihm wird es im Haus irgendwie nie langweilig. Ab und zu überlege ich mir dann doch, eine Geistergeschichte zu schreiben, aber ich fürchte, die würde Kunibert nicht gefallen. Denn in den Geschichten wird es meistens romantisch (weil mir das gefällt), und ich denke, Kunibert ist eher… nicht so der Romantiker.

Aber vielleicht gefällt es ihm ja, wenn ich von ihm erzähle. Das werde ich ab und an im Blog machen. Schließlich sollte man dem netten Hausgespenst ein wenig Zeit und Aufmerksamkeit schenken. Vielleicht legt er die Wäsche dann das nächste Mal zusammen, statt den Wäscheständer umzuwerfen, um mich daran zu erinnern. Wer weiß. 😉

 

Hast Du auch ein Hausgespenst?

Dann erzähl mir doch davon. Vielleicht schreibe ich doch einmal eine Geistergeschichte. 😉

Bis dahin alles Liebe,

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