Worte haben ihren ganz eigenen Zauber, Geschichten sind ein Portal in fremde Welten, sie können heilen, trösten und inspirieren. Und manchmal können sie einem das Leben retten…

Lost and found 😉

 

Das Schreiben und ich…

Ich habe mir immer Geschichten ausgedacht. Viele habe ich nie aufgeschrieben, sie nur in meinem Kopf spielen lassen, andere habe ich zu Papier gebracht, immer wieder verändert, Charaktere ausgetauscht, neue erfunden, alten andere Rollen gegeben.

Außerdem war ich ein Bücherwurm. Ich liebte es, zu lesen, in fremde Welten einzutauchen, spannende Abenteuer zu erleben. Historische Romane waren damals meine Lieblingslektüre, besonders, wenn sie im Mittelalter spielten. Ritter, Zauberer, Kriege, Intrigen, Hexen, weise Frauen…
Vielleicht habe ich deswegen als erstes großes Projekt einen historischen Roman begonnen. Im 11. Jahrhundert hat er gespielt, sich so gut es ging an historischen Ereignissen festgehalten. Es war meine persönliche Flucht aus dem Alltag, wenn ich in diese Geschichte abgetaucht bin, um zu sehen, wie Magdalena (so nannte ich die Protagonistin) sich gegen ihr Schicksal auflehnte und versuchte, ihr Glück zu finden, obwohl nicht nur Söldner einiger Adeliger hinter ihr her waren, sondern auch die Männer des Papstes.

Ich habe die Geschichte nie fertig geschrieben, aber ich weiß bis heute noch diesen letzten Satz, den sie sich denkt… (nein, ich verrate ihn hier nicht, sonst kann man sich denken, wie es ausgehen würde).
Damals war eine Zeit der Veränderung für mich. Ich war im Studium unter Druck, versuchte, mich in die Welt einzufügen… Das Schreiben hat mir geholfen, Vieles zu ertragen.

Das dunkle Mittelalter übte immer eine Faszination auf mich aus
Quelle: Pixabay

Wenn das Leben zu ernst wird…

Aber dann kam mein Job, den ich wirklich gerne gemacht habe. Er war spannend und zeitintensiv, und auch, wenn er mich manchmal an den Rand meiner Kräfte gebracht hat, gab es keinen Grund, zu entfliehen.

Nachdem die Kinder geboren wurden, änderte sich das. Ich ging mit ihnen auf magische Reisen, suchte im Wald nach Feen und Einhörnern, durfte Ritterkämpfe bestreiten, aus großen Kartons Piratenschiffe bauen oder auf den Mond mit ihnen fliegen. Da war so viel Magie, so viel Fantasie… so viel, was ich lange vergessen hatte…

Hinzu kam, dass es in meinem Job einfach nur… mühsam wurde. Ich kam heim und fühlte mich ausgelaugt, kraftlos, obwohl so viel anderes auf mich wartete. Die Kinder, die basteln und spielen wollten, der Haushalt, der sich nicht selbst erledigen wollte, meine Yogakarriere (die jetzt auch mehr oder weniger auf Eis liegt)…

Es war an der Zeit für mehr Magie, für Abenteuer und fremde Welten. Also begann ich wieder zu schreiben. Jede freie Minute. Morgens, bevor jemand außer mir wach war, abends, wenn ich die letzte war, die noch nicht schlief. In den fünf Minuten, während die Kinder miteinander spielten. In den zehn Minuten zwischen Abendessen kochen und heimkommen. Ich schrieb und schrieb und schrieb.

Zeit für magische Welten!
Quelle: Pixabay

Wortzauber

Jedes Wort war Balsam für meine Seele. Ich erschuf Welten, Personen, Völker… ich hauchte ihnen Leben ein, verlor mich in ihren Geschichten und fand mich selbst wieder darin, erkannte Lösungen für meine Probleme im realen Leben, fühlte mich einfach nur… zufrieden.
Wenn ich Liebesszenen geschrieben habe, grinste ich wie ein Teenie, der zum ersten Mal verliebt ist. Wenn ein Charakter starb trauerte ich, als hätte ich einen Freund verloren (vielleicht lasse ich meine Charaktere deswegen nicht so gerne sterben, wobei sich einer wirklich hartnäckig gegen seinen Heldentod gewehrt hat… er lebt noch immer, nur als Info am Rande!). Gefühle, die ich lange für verschüttet hielt, kamen wieder hoch, ließen mich wieder unter ihnen aufblühen.

Ich schreibe, weil ich alle diese Geschichten erleben will, weil ich sie anderen zeigen will, weil sie mir offenbaren, wonach sich meine Seele wirklich sehnt.

 

Wie Schreiben Dein Leben verändern kann

Ich werde nicht müde, es zu sagen: man muss nicht Weltliteratur schreiben, um sich besser zu fühlen. Worte sind ein Ausdruck der Seele, ein Hinweis auf das, was man sich wünscht, was einem fehlt. Denk nicht nach, setz dich einfach hin und schreib. 🙂 Ohne Druck. Einfach schreiben.

 

Welches Geschichte inspiriert dich in deinem Leben am meisten?

Lass es mich doch wissen!

Alles Liebe,

24.1. Erzähl deine Geschichte nochmal, zeige, wie sehr es hilft, die Worte fließen zu lassen

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