Heute beginnt die Blogreihe rund um Bücher, die mich inspiriert, gefesselt und verzaubert hat. Hier wirst Du kaum ein Buch aus dem Bereich Krimi oder Thriller finden, dafür aber Bücher mit viel Magie, Kämpfen und Romantik.

Fertig? Dann geht es los.

Das erste Buch, dass ich Dir vorstellen will, ist eine Trilogie rund um die 13. Fee.

Erzählstil: erste Person Präsens
Genre: Fantasy
Spannung: 7 (von 10)
Originalität: 9 (von 10)
Sprache/Stil: 6 (von 10)
Pro: Sehr interessante Idee, immer wieder interessante Wendungen
Kon: Stil manchmal flach, teilweise unüberlegte Handlunsstränge
Wem könnte es gefallen? Jedem, der gerne Märchen liest und in eine spannende Welt eintauchen will. Zielgruppe wohl eher junge Erwachsene.

Zusammenfassung

Teil 1 Die Dreizehnte Fee: Erwachen beginnt mit einem recht verwirrenden Prolog, der sich erst am Ende des Buches erschließt. Danach steigt der Leser mitten ins Geschehen ein. Lillith, die in einem Turm liegt und schläft, wird erweckt.
Soweit, so gut, auf den ersten Blick sieht es nach einem simplen Märchen aus. Wenn Lillith nicht eine Fee wäre. Genau genommen die 13. Fee. Die mächtigste aller Feen, die einst Angst und Schrecken in der Welt der Menschen verbreitet hat. Bis, ja, bis sie verraten wurde und in einen ewig langen Schlaf verfiel. Nur ein Kuss der wahren Liebe konnte sie aus diesem Schlaf erwecken.
Ausgerechnet ein schwächlicher Prinz soll ihre wahre Liebe sein, der sie dem Hexenjäger überlässt, der ihn zu diesem Turm geführt hat.
Der Hexenjäger jagt die Feen, denn seitdem Lillith schläft, sind sie es, die über die Menschen Krieg und Angst bringen, mit der Magie von Lillith. Sie war die stärkste der Feen und da es ihnen möglich war, haben ihre 12 Schwestern ihre Magie gestohlen.
Der Hexenjäger nutzt seine Chance nicht, Lillith zu töten, im Gegenteil: er beschützt sie vor ihren Schwestern. Allerdings nur zu einem Zweck: damit sie ihm hilft, ihre Schwestern zu töten.
Lillith willigt ein und ist verwirrt über die Gefühle, die sie für diesen Mann hat, der sie eigentlich tot sehen will. Auf ihrer Reise erkennt sie, wie schrecklich sie war und was sie den Menschen angetan hat indem sie sieht, was ihre Schwestern den Menschen teilweise aus Spaß antun. Wie Götter spielen sie mit den Leben und weiden sich an der Angst. So waren sie doch früher nicht, denn das war Lilliths Rolle.
Nach und nach laufen die Schicksale zusammen und Lillith muss eine Entscheidung treffen, die ihre Welt retten oder in den Untergang führen könnte.

Fee

Persönliche Meinung und Infos

Die Geschichte ist eine wirklich kreative Aufarbeitung der berühmtesten Märchen, die man aus seiner Kindheit kennt. So sind die Feen keine bösen Gestalten, sie sind Mädchen, die mit Magie geboren wurden und von den Menschen deswegen hingerichtet wurden. Nur 13 von ihnen konnten fliehen und sich verstecken, doch der Hass der Menschen richtete viel bei ihnen an und so rächten sie sich schließlich, als ihre Kräfte stark genug waren.
Dabei sind die Feen teilweise in ihren Märchen selbst Opfer. So wird im zweiten Teil Die Dreizehnte Fee: Entzaubert etwa Gretel von Hänsel&Gretel ist eine der Feen, sie lebt in einer tiefen Höhle und hat nach dem Tod ihres Bruders den Verstand verloren. Oder Marie, die in einem Brunnen lebt und dort Kindern das Leben rettet, die in Brunnen stürzen und jene mit Hässlichkeit straft, die ein schlechtes Herz haben. Schneeweißchen und Rosenrot sind hier Zwillinge, die gemeinsam Leben erschaffen und zerstören, eine Traumbringerin, die eigentlich Trost spendet und ein Orakel sind neben der Eishexe unter den 13 Feen.
Sie alle bringen ihre Märchen mit, teilweise zeigen sie dadurch ihr tragisches Schicksal in dieser Geschichte, die sie zu den „Monstern“ werden ließ, die sie sind.
Großteils sind diese Geschichten gut durchdacht, bei manchen hatte ich aber das Gefühl, dass die Autorin nichts passendes gefunden hat und deswegen nur recht kurz darüber berichtet. Im letzten Teil Die Dreizehnte Fee: Entschlafen (Teil 3) wird dann noch eine 14. Fee eingeführt, deren Tod Lillith zu der bösen Fee gemacht hat, die sie schlussendlich geworden ist, was ich ein wenig seltsam fand, da bis zu diesem Moment nur ihr Hass auf die Menschen durch ihr eigenes Schicksal die treibende Kraft war.
Während alle Feen, abgesehen von der Eishexe, einen Namen bekommen und eine Geschichte dazu, fehlt dieser Hintergrund bei einigen wichtigen Figuren fast vollkommen. Etwa dem Hexenjäger, der keinen Namen bekommt und erst gegen Ende eine Hintergrundgeschichte bekommt, die seine bisherigen Taten nur bedingt rechtfertigt. Oder der Uhrenmacher, der irgendwie mit dem Orakel verbunden ist, aber dessen genaue Rolle nie wirklich erläutert wird.

Trotz kleiner Schwächen fand ich die Geschichte fesselnd. Das Schicksal der Feen, die Verwebung verschiedener Märchen zu einem großen Gesamtbild war wirklich schön hervorgearbeitet. Die Geschichte lädt dazu ein, die klassischen Märchen einmal aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und sich zu fragen, warum gewisse Dinge so und nicht anders kommen.
Das Ende hat mich ein wenig enttäuscht. Sowohl die Auflösung als auch die Entscheidung der Hauptcharaktere fand ich persönlich sehr flach und es hinterließ einige Fragen.
Alles in allem ist das Buch aber lesenswert, wenn auch teilweise etwas düster und sehr viele Leben ausgehaucht werden.

Was ist Dein Lieblingsbuch? Lass es mich wissen, vielleicht landet es dann einmal hier in diesem Blog.

Alles Liebe,

 

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