Was, wenn du einen Menschen triffst, ihn ansiehst und auf der Stelle umbringen willst? Helen passiert genau das. Sie führt ein ruhiges Leben auf der beschaulichen Insel Nantucket, bis zu jenem Moment, an dem sie Lukas trifft. Ihr erster Instinkt ist: ich will ihn umbringen. Lukas geht es ganz genau so, nur hat er einen Vorteil: er kennt den Grund dafür.

Erzählstil: dritte Person Präteritum
Genre: Fantasy, Romance
Spannung: 8 (von 10)
Originalität: 8 (von 10)
Sprache/Stil: 8 (von 10)
Pro: Die Geschichte greift antike Mystik (um genau zu sein, das Pantheon der griechischen Götter) auf und verflechtet sie mit der Neuzeit. Außerdem werden einige „klassische“ Erzählungen neu beleuchtet, insbesondere der Troja Krieg
Kon: Mit den ganzen Charakteren, Nebencharakteren, Verwicklungen, Irreführungen usw. wird es zwischendurch schwierig nachzuvollziehen, warum wer gegen wen ist und warum sich jetzt jemand gegen einstige Freunde wendet.
Wem könnte es gefallen? Jedem, der Geschichten rund um die Götter, der Romantik und bittersüßen Schmerz mag. War ein Volltreffer für mich, obwohl ich es erst beim zweiten Anlauf geschafft habe, hinein zu finden.

Götterpaar

Zusammenfassung

Helen ist 17 und beginnt ihr letztes Jahr auf der Highschool. Eigentlich ist Helen sehr klug und sehr sportlich, aber sie schämt sich dafür. Denn irgendwie denkt Helen, dass etwas mit ihr nicht stimmt. Sie kann sich nicht verletzen, läuft schneller als irgendjemand sonst und ist nicht nur sehr groß, sondern auch mit einem hübschen Gesicht gesegnet. Und deswegen verbirgt sie ihre Talente und stellt sich absichtlich ungeschickt an. Dummerweise braucht sie ein Stipendium, um studieren zu können, und dafür muss sie im Sport gut sein.

Ihr Leben ist also schon kompliziert genug, und deswegen interessiert sie sich nicht dafür, dass eine neue Familie auf ihre beschauliche Insel kommt, deren Kinder teilweise in ihrem Alter sind und mit ihr zur Schule gehen sollen. Doch kaum steht sie dieser Familie gegenüber, überkommt sie eine unglaubliche Wut und alles, woran sie denken kann, ist, dass sie jeden von ihnen töten möchte.

Sie gerät auch sofort mit Lukas und Hector, den beiden älteren Jungs in der Familie, in einen Streit. Plötzlich ist es ganz gut, dass sie schnell laufen kann, aber zu ihrem Entsetzen können auch diese Jungs oder fast die gesamte Familie so schnell laufen, wie sie.

Und dann sind da diese Stimmen und Helen meint, drei weinende Mädchen in einer Ecke zu sehen, die ihr befehlen, diese Familie auszulöschen. Trotzdem will sie mehr herausfinden, denn offensichtlich wissen diese Leute etwas über sie, das sie selbst nicht weiß.
Allerdings schafft sie es nicht, sich ihnen zu nähern oder mit ihnen zu reden, und bei einer weiteren Auseinandersetzung verliert sie plötzlich den Boden unter den Füßen und wird bewusstlos, nur um sich auf Lukas wiederzufinden… in einem tiefen Loch… mit mehrfachen Brüchen.

Da die Beiden sich das Leben gerettet haben, sind die Wutanfälle und der Drang, sich gegenseitig umzubringen, verschwunden. Und Helen kann endlich Fragen stellen, auf die sie die Antworten eigentlich nicht wissen will. Denn Helen ist kein gewöhnliches Mädchen, sie ist ein Scion. Und die Scions sind seit Generationen dazu verdammt, die anderen Häuser (es gibt 4) zu vernichten, da die Götter dies wollen, um sie voneinander fern zu halten.

Justitia hält die Balance

Mit Götter sind übrigens die griechischen Götter gemeint, die nur aufgehört haben, die Menschen zu quälen, weil die Scions nach dem Troja Krieg versprochen hatten, sich nicht miteinander zusammen zu schließen, um die Götter zu stürzen.

Helen schwant Übles, als Lukas ihr gesteht, dass er sie mag (so, wie sie ihn mag), aber nicht mit ihr zusammen sein kann, denn seine Familienmitglieder sind neben Helen (die einem anderen Haus angehört) die letzten Scions. Und da sie sich nicht vermischen dürfen, ohne einen erneuten Krieg mit den Göttern zu verursachen, dürfen sie ihren Gefühlen nicht nachgeben.

Allerdings wird es noch komplizierter, als ein unbekannter Feind beginnt, Helen zu verfolgen und diese sich in die Unterwelt wagen muss, um den Fluch der Scions zu lösen: denn ihr Hass wird durch die Furien (die weinenden Mädchen) angetrieben. Außerdem hüten sie ein Geheimnis, das für Helen sehr wichtig ist…

Helena von Troja

Persönliche Meinung und Infos

Die Geschichte fließt von Anfang bis Ende sehr schön. Alte Mythen des antiken Griechenlands und des griechischen Pantheons sind wunderbar in die Geschichte eingeflochten. Teilweise ist sie zu vorhersehbar, teilweise nicht ganz nachvollziehbar (zu viele Personen die zu viele Dinge wollen oder machen).

Im Großen und Ganzen ist es eine wunderschöne, faszinierende Geschichte über Liebe, Verrat, Gier, Verlangen, Sehnsucht, allerdings durchaus für Jugendliche geeignet. Helen weiß, anders als der Leser, nichts über ihren Vater, was ihre Situation mit Lukas, ihrer großen Liebe, mit der sie nicht zusammen sein darf, immer mehr verschärft.

Götter wie Hades werden wirklich sympathisch gezeichnet, sodass man sie gerne haben muss, während andere Götter wie Zeus oder Ares weniger gut wegkommen. Aber in jeder Geschichte muss es einen Bösewicht geben, nicht wahr? 😉 Er ist nur nicht immer wirklich zu erkennen…

Eine wirklich gelungene Geschichte, die ich jedem empfehlen kann, der gerne in die Mystik der griechischen Antike eintauchen möchte.

 

Hast Du das Buch gelesen? Wie hat es Dir gefallen?

Lass es mich doch wissen!

Alles Liebe,

Willst du einen magischen, inspirierenden Advent?

Erhalte jeden Adventsonntag einen von 5 Teilen einer exklusiven, weihnachtlichen Geschichte, zauberhafte Inspirationen um eine magische Zeit zu erleben und eine weihnachtliche Buchempfehlung.

Achtung: Es gab in letzter Zeit Probleme mit der Anmeldung! Wenn Du keine Bestätigungsemail bekommst, melde Dich bitter unter magicbox@bepfeiffer.com

Deine magische Reise beginnt in Kürze!