Morgen ist es soweit. Die Wintersonnenwende steht bevor, jene Zeit, in welcher die Nacht am längsten und der Tag am kürzesten ist.

Von Yule und der Dunkelheit

Die Wintersonnenwende fällt mit Yule zusammen, dem Tag, an dem das Licht neu geboren wird. Denn ab jetzt werden die Tage Stück für Stück länger und ein neuer Kreislauf beginnt.

Früher fürchtete man sich vor der Dunkelheit. Man meinte, dass in den Schatten und den langen Nächten etwas Böses lauert.
Die Wahrheit ist, die Dunkelheit ist nicht böse. Sie ist heilsam. Es ist die Dunkelheit, in der wir uns erholen, unser Körper und Geist zur Ruhe kommen und es ist die Dunkelheit, in der wir wieder mehr zu uns finden.

Man tut der Dunkelheit, dem Schatten auf der eigenen Seele, oft Unrecht, wenn man ihn fürchtet und verdrängt. Jeder von uns trägt Licht und Schatten in sich. Selbst das mutigste Herz fürchtet sich, aber das ist vollkommen in Ordnung, denn Mut bedeutet nicht die Abwesenheit von Angst, sondern die Stärke, sich der Angst zu stellen.

Licht und Schatten in den Weltportalen

Um Licht und Dunkelheit geht es übrigens auch in meinem Roman „die Weltportale„. Eleonora, um die es in dieser Geschichte geht, muss sich einem düsteren Wesen stellen, das all ihren Mut fordert und sie an sich und ihren Freunden zweifeln lässt.

Es ist ihr Licht, das sie durch diese Geschichte begleitet und die Angst vor der Dunkelheit.

Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Geschichte:

Als Eleonora die Augen aufschlug, war alles um sie herum dunkel. Doch sie lag nicht mehr in ihrem Bett, sondern stand im Wald. Die Bäume waren düster und bedrohlich und sie hörte kein Geräusch, noch nicht einmal das Pfeifen des Windes oder ihren eigenen Atem.

Vor ihr nahm sie eine Bewegung wahr, ein Schatten, der hinter einem der Bäume hervorkroch.

Träume ich?„, dachte Eleonora entsetzt und sah an sich herab. Sie hatte ihr Nachtgewand – einen weißen Schlafanzug – an und war barfuß. Entweder träumte sie tatsächlich oder sie war irgendwie schlafend in den Wald gelaufen.

Der Schatten kam langsam auf sie zu. Er war ohne eine richtige Form und bewegte sich geräuschlos in der Dunkelheit der Nacht.

„Exitus somnium“, rief Eleonora, doch sie konnte ihre Worte nicht hören. „Nein… nein, nicht schon wieder?„, dachte sie und Panik überkam sie schlagartig. Sie musste hier weg. So schnell sie konnte. Doch ihr Körper gehorchte ihr nicht.

Die Magie der Dunkelheit: Rauhnächte

Morgen ist übrigens eine ganz besonders magische Nacht. Sie wird manchmal zu den Rauhnächten hinzugezählt und nach alten Sagen und Legenden können die Tiere in dieser Nacht sprechen.

Überhaupt ist die Magie in diesen Tagen besonders stark. Die Rauhnächte sind die Zeit zwischen den Zeiten, jene 12 Nächte und 13 Tage, die den Unterschied zwischen dem Mondjahr und dem Sonnenjahr ausmachen.

Nutze diese Abende für Dich, ganz bewusst, meditiere in einem ruhigen, dunklen Zimmer bei Kerzenschein (denn auch in der Dunkelheit leuchtet uns ein Licht den Weg) und lass das stressige Jahr besinnlich ausklingen.

Los geht es am Abend des 24.12. Es gibt wunderbare Bücher dazu oder Online Retreats (ich kann das von Karin Nikbhakt wärmstens empfehlen!)

In diesem Sinne: habe eine besinnliche Weihnachtszeit und versuche die Stille und Dunkelheit zu genießen.

Alles Liebe,

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