Wie eine Welt entsteht

Sie hob zittrig ihre Hand und ließ die Finger vor dem magischen Kraftfeld, das sich zwischen den gerade noch unscheinbaren Holzrahmen gespannt hat, schweben.
»Ein Portal in eine andere Welt«, dachte sie und versuchte hinter die Magie zu blicken.
Nichts. Sie konnte nur das goldene Leuchten sehen, das statt einer Tür im Rahmen strahlte. Sollte sie hindurch gehen?
»Was habe ich schon zu verlieren?«, überlegte sie und blieb dennoch stehen.
Ein Schritt in ein Portal konnte Folgen haben, vor allem, wenn man nicht wusste, welche Welt man betrat und auf welches Volk man treffen würde …

So oder so ähnlich könnte es Dir ergehen, wenn Du eine Figur in dem Buch “Die Weltportale” wärst. Obwohl … einige Zeit bevor die Geschichte den Leser mit auf eine Reise nimmt, sind Portale wie dieses verschlossen worden. Warum? Ja, das erfährt man auf der Reise.

Die Weltportale war mein Debüt Roman und ich habe mich damals schon an ein ziemlich gewaltiges Setting gewagt. Nicht eine Welt, sondern unzählige habe ich angelegt für die Geschichte rund um Eleonora und ihre Freunde, mit passenden Völkern. Jedes mit eigenen Fähigkeiten, Ansichten, einer Vergangenheit … und besonderen Eigenheiten.

Weltportale

Weltportale ©Coverrechte: Sternensand Verlag

Die Grundzüge der Welt

Die Geschichte der Weltportale spielt in der Welt der Menschen in einem mittelalterlichen Setting mit modernen Annehmlichkeiten (wie fließendes Wasser oder magische Gegenstände, die Wäsche waschen und säuberlich zusammenlegen, nachdem sie trocken sind. Praktisch, oder?). Unterschiedliche Völker haben in dieser Welt ihre Spuren hinterlassen und Einfluss genommen auf die Entwicklung der Menschen. All das fließt ein, wenn ich eine Welt erschaffe und muss dann in der Folge bedacht werden.

Vor ihr tauchte plötzlich eine Burgruine auf. Im Licht der aufgehenden Sonne erschien das Bauwerk so unwirklich, fast wie aus einer anderen Welt, eingehüllt in eine Magie, die uralt sein musste, dass Eleonora sich die Augen rieb, um sicherzustellen, dass sie nicht träumte. – Zitat aus Weltportale Band 1 erschienen im ©Sternensand Verlag

Auch die Gebäude müssen in die Welt passen. In einer mittelalterlichen Welt sind für gewöhnlich nur Schlösser und Ähnliches mehrstöckig. Natürlich gibt es Wirtshäuser mit einem Obergeschoss, aber im Allgemeinen sind sie eher niedrig gehalten. Auch das habe ich besonders für die Gebäude der Menschen in Betracht gezogen, bei durch Magie errichteten Häusern gelten natürlich wieder andere Regeln.

Aber am spannendsten (und mit am schwierigsten) ist es, die Lebensweise der Bewohner einzufangen. Das war bei den Weltportalen teilweise meine größte Herausforderung.

Weltportale 2 ©Cover:Sternensand Verlag

Die Völker

Denn neben den Menschen gibt es noch vier erdfremde Völker, die gerade zu Beginn der Geschichte eine wichtigere Rolle spielen.
Die Magier mit ihren bunten Haaren besitzen Kräfte, die es ihnen erlaubt, durch ihre Vorstellung Elemente zu beugen oder Dinge zu erschaffen sowie Gegenstände mit Zaubern zu belegen für all jene, deren Begabung geringer ist.
Bei den Elfen sind die magischen Fähigkeiten vor allem auf das Heilen spezialisiert und sie sind Meister der Schmiedekunst. Aber ansonsten benutzen sie Magie eher ungerne.
Die Auronen werden einem Element zugewiesen und besitzen dessen Gaben. So sind Feuerauronen eher kriegerisch und besitzen offensive Kräfte, während Windauronen sich mit den Lehren anderer Völker beschäftigen und durch ihre Gaben etwas erschaffen.
Das Volk der Lunara ist das rätselhafteste. Denn sie selbst besitzen nicht wirklich Magie, verstärken aber die Kräfte anderer Völker und empfangen Weissagungen.

Sie alle haben also eigene Fähigkeiten und ihre Lebensweise unterscheidet sich durch die Welten, aus denen sie stammen, ebenso wie das, woran sie glauben. Das kann schon mal zu Konflikten führen, wie man bei den Weltportalen immer wieder bemerkt. Denn ein Volk traut dem anderen nicht, gegen ein andere hegt es einen tiefen Groll usw.

Während in Band 1 die Menschen, Elfen und Magier mehr im Fokus stehen, rückt in Band 2 die Welt der Lunara in den Fokus.

 

Und was ist mit Band 3?

Lange hat es gedauert, bis ich mich wieder in die Geschichte eingefunden habe. Das hat mehrere Gründe, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte. Es liegt aber nicht daran, dass mir andere Bücher wichtiger gewesen wären, denn die Weltportale ist schließlich mein erstes Baby und wird deswegen immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen.

Aber reden wir statt der Gründe, warum ich nicht vorangekommen bin lieber über Band 3, wollen wir?

Du ahnst es vielleicht (und falls Du Teil 2 gelesen hast, weißt Du es): wir besuchen diesmal die Welt der Auronen.

Portal in fremde Welten; Quelle Bild: Pixabay

Dieses Volk ist mein heimlicher Favorit unter den vier erdfremden Völkern. Zum einen, weil sie über die Magie der Elemente verfügen, die Eigenschaften ihrer Fähigkeiten in sich tragen. Sie sind geheimnisvoll, unsterblich und ihre Gefühle verstärken die Kräfte, die sie nutzen.
Ihre Welt besteht aus Sand und ihre Magie wird genährt und verstärkt durch Kristalle, die der Sand ihnen schenkt.

Hinter dem Schleier, der ihre Städte vor den Augen anderer Völker schützt, haben sie aus Kristallen Häuser und Schlösser erschaffen, in denen die Zeit anders verläuft, als in unserer Welt. Regiert werden sie von einer Königin und die Krone wird immer nur an eine Frau weitergegeben, wenn die Königin stirbt.

Moment, sterben, wenn sie doch unsterblich sind? Nun, sie sind unsterblich, man kann sie aber töten. Heißt, sie würden ewig leben, wenn sie nicht im Kampf fallen. Sie sind also nicht unverwundbar. Falls Dir ein besseres Wort als “unsterblich” für dieses Volk einfällt, lass es mich wissen 🙂

 

Bist Du eigentlich schon auf Band 3 gespannt?
Lass es mich wissen!

So, aber im nächsten Blogbeitrag spricht ein Protagonist über sich selbst. Während er backt. Hast Du eine Idee, wen ich meine?

Ich freue mich, von Dir zu lesen.

Alles Liebe,

Bettina 1